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Eingewöhnungsphase

„Eingewöhnung bezeichnet den Übergang von der häuslichen Betreuung in die Kinderkrippe, die Zeit in der das Kind noch keine feste Bindung zur Erzieherin aufgebaut hat und neue Situationen, Räume, Kinder, Abläufe und Regeln kennen und mit ihnen umzugehen lernen muss."
(http://www.monana.de/index.php/kinderwelt/eingewoehnung-im-kindergarten-ueberlick/14-sample-data-articels/113)
Unser gemeinsames Ziel mit den Eltern ist es, das Kind möglichst sanft einzugewöhnen. Wir arbeiten deshalb elternbegleitet, bezugsorientiert und abschiedsbewusst.

Elternbegleitet bedeutet, dass die Eingewöhnung nur mit einer nahestehenden Bezugsperson stattfinden sollte, zu dieser das Kind Vertrauen hat. Dies können die Mutter, der Vater, Großeltern oder Tante/Onkel sein.

Bezugsorientiert einzugewöhnen bedeutet, dass jedes Kind eine individuelle Bezugserzieherin hat. Diese kümmert sich um das Kind während der Eingewöhnung und ist danach oft noch Tröster und Ansprechpartner. Die Bezugserzieherin wird passend zu den Buchungszeiten des Kindes gewählt.

Auch abschiedsbewusst einzugewöhnen ist heute von großer Bedeutung, denn das Kind bekommt Angst und ist irritiert, wenn sich die Eltern nicht verabschieden und auf einmal weg sind. Der klare Abschied zeigt Struktur und gibt dem Kind Orientierung. Bald kommt zu dem Abschied das verinnerlichte Vertrauen auf die Rückkehr der Eltern hinzu. Der Abschied sollte kurz und knapp sein, da ein längerer Abschied dem Kind oft die Unsicherheit der Eltern zeigt. Die Eltern sollten außerdem der Erzieherin das Kind übergeben und damit dem Kind zeigen, dass sich das Kind bei uns wohlfühlen kann.

Wir arbeiten orientiert nach verschiedenen Eingewöhnungsmodellen und gestalten für jedes Kind eine individuelle Eingewöhnung. Die Eingwöhnungszeiten passen wir den Bedürfnissen des einzelnen Kindes an. Im Tagesablauf achten wir darauf, dass die Bezugserzieherin genügend Zeit hat um sich um das "neue" Kind zu kümmern. Die Eingewöhnung beinhaltet mehrere Phasen, so wird die Betreuungszeit schrittweise erweitert und erleichtert dem Kind den Neuanfang und Vertrauensaufbau.

Phasen des Modells:

1. Phase, „Die Vorbereitung“:

-         Anmelden, durchgehen der Konzeption, besichtigen der Räumlichkeiten

2. Phase, „Kennenlernen“:

-         Neuanfängerelternabend

-         Vorgespräch mit Bezugserzieherin und Gruppenleitung

-         Erste Tage des Kindes in der Einrichtung

3. Phase, „Sicherheit gewinnen“:

-         Die Bezugserzieherin nimmt mehr Kontakt mit dem Kind auf

-         Eltern nehmen sich als Beobachter zurück

4. Phase, „Vertrauen aufbauen“:

-         Erster Trennungsversuch (maximal 30 Minuten)

-         Trennungszeiten werden nach und nach verlängert und individuell an jedes Kind angepasst

-         Eingewöhnung dauert ca. 4 Wochen

5. Phase, „Die Eingewöhnung auswerten und abschließen“:

-         Abschlussgespräch der Eingewöhnung

 

Es ist Voraussetzung für die Kinder, dass ein Elternteil (Mutter/Vater oder Großeltern) in der Eingewöhnungsphase (ca. 4 Wochen) zeitweise in der Gruppe bleibt. Gut eingewöhnte Kinder werden seltener krank und sind innerlich weniger gestresst.

 

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